Wie sich das Leben von Rolf Freytag mit einer PV-Lösung veränderte – und was ich daraus gelernt habe

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von Mike H.

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Lesedauer ca. 6 Minuten

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Gespräch mit Rolf Freytag. Ein kleines Mehrfamilienhaus am Stadtrand von München, drei Wohneinheiten, zwei davon von seinen Töchtern bewohnt, eine vermietet. Rolf hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, eine Photovoltaikanlage zu installieren. „Nicht nur für mich“, sagte er damals, „ich möchte auch meinen Mietern etwas bieten.“

Als Installateur höre ich diesen Wunsch immer öfter. Schon damals war mir klar: Herr Freytag wollte mehr als nur Eigenverbrauch. Er wollte sein Leben – und das seiner Mieter – ein Stück unabhängiger, nachhaltiger und dennoch wirtschaftlich sinnvoll gestalten.

Ich durfte ihn damals bei seinen Überlegungen beraten und habe seinen Weg mit großem Interesse verfolgt.


Der Schwenk: Weg vom klassischen Mieterstrom

Rolf Freytag – Mehrfamilienhausbesitzer

Zunächst sprachen wir über das klassische Mieterstrommodell. Das klang für Herrn Freytag zunächst interessant: Ein externer Versorger betreibt die Anlage, kümmert sich um Abrechnung und liefert den Mietern günstigen Solarstrom.

Doch bei nur drei Wohneinheiten musste ich ihm ehrlich sagen: Das lohnt sich meist erst ab 10, 20 Parteien. Außerdem hätte er sich als Energieversorger registrieren müssen – mit all den Pflichten und Papierkram, die das mit sich bringt.

Auch die Idee, für jede Wohnung eine eigene kleine PV-Anlage mit Speicher zu installieren, stand im Raum. Aber auch das wäre ineffizient gewesen: Nicht jeder Speicher ist immer gleich voll oder leer, und man kann die Energie nicht einfach zwischen den Wohnungen teilen.

Also fragte er sich: Gibt es noch einen anderen Weg?

Gerade bei kleinen Mehrfamilienhäusern zeigt sich, dass klassische Mieterstrommodelle oft mehr Bürokratie als Nutzen bringen. Die Unterschiede zwischen klassischen Mieterstromkonzepten und alternativen Energy-Sharing-Lösungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Eine gute Orientierung bietet der Vergleich Mieterstrom vs. Pionierkraft-Lösung, der die Modelle praxisnah gegenüberstellt.

Die Entscheidung für Pionierkraft

Nach einiger Recherche kam Herr Freytag schließlich selbst auf die Lösung von Pionierkraft – eine Art „Energy-Sharing“ für kleine Mehrfamilienhäuser. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, als er mir davon erzählte. Als Installateur schaue ich immer zuerst: Funktioniert das technisch? Wie zuverlässig ist es? Wie kompliziert ist die Abrechnung?

Doch je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr ergab das Konzept Sinn: Eine zentrale Photovoltaikanlage mit Speicher, plus für jede Wohnung ein sogenanntes „Pionierkraftwerk“. Damit verteilt sich der Strom flexibel auf alle Wohneinheiten. Und vor allem: Herr Freytag blieb unabhängig, musste sich nicht durch Vorschriften eines Energieversorgers quälen und konnte den Preis für den Solarstrom selbst bestimmen.

Am Ende entschied er sich für diese Lösung und beauftragte ein darauf spezialisiertes Team für die Umsetzung.

„Ich wollte etwas, das zu mir passt – ehrlich, einfach, und trotzdem nachhaltig.“

sagte Rolf Freytag mir später

Der Umbau: Ein lohnender Schritt

Die Anlage, die wir gemeinsam planten und umsetzten, hat knapp 15 kW Peak-Leistung. Genug, um Hausstrom und Mieterstrom zu decken, mit einem beeindruckenden Autarkiegrad von rund 82 %.

41.000 Euro investierte Herr Freytag in:

  • die Photovoltaikanlage mit 14,8 kWp,
  • den Speicher,
  • drei Pionierkraftwerke,
  • einen Wechselrichter,
  • und die nötige Infrastruktur, auch für eine mögliche Wallbox in Zukunft.

Die laufenden Kosten für die Pionierkraft-Software betragen 90 Euro pro Jahr und Wohnung – diese trägt der Eigentümer selbst. Den Mietern entstehen keine zusätzlichen Kosten. Im Gegenteil: Sie sparen jährlich bis zu 75 Euro beim Strom. Für viele kein Riesensprung, aber für ihn war entscheidend:

„Meine Mieter merken, dass mir ihre Lebensqualität am Herzen liegt.“

Die Entscheidung für Pionierkraft

Herr Freytag kam schließlich selbst auf die Lösung von Pionierkraft – eine Art „Energy-Sharing“ für kleine Mehrfamilienhäuser. Ich war anfangs skeptisch – als Installateur sehe ich immer zuerst: Funktioniert das technisch? Wie zuverlässig ist es? Wie kompliziert ist die Abrechnung?

Wir prüften das Konzept gemeinsam: Eine zentrale Photovoltaikanlage mit Speicher, plus für jede Wohnung ein sogenanntes „Pionierkraftwerk“. Damit verteilt sich der Strom flexibel auf alle Wohneinheiten. Und vor allem: Herr Freytag bleibt unabhängig, muss sich nicht durch Vorschriften eines Energieversorgers quälen und kann den Preis für den Solarstrom selbst bestimmen.

Am Ende entschied er sich für diese Lösung.

„Ich wollte etwas, das zu mir passt – ehrlich, einfach, und trotzdem nachhaltig.“

Mein Fazit

Als Installateur sehe ich viele Anlagen, viele Konzepte. Nicht jedes passt zu jedem Kunden. Herr Freytag hat für sich eine Lösung gefunden, die seinen Werten entspricht: nachhaltig, fair und in einem überschaubaren finanziellen Rahmen.

Auch wenn ich selbst nicht an der Umsetzung beteiligt war, habe ich dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt. Es zeigt, wie wichtig es ist, offen für neue Ideen zu sein und den individuellen Weg zu gehen.

Wenn Sie selbst vor der Entscheidung stehen, Ihre Immobilie mit Photovoltaik auszustatten, schauen Sie nicht nur auf die Euro-Beträge in der Bilanz. Fragen Sie sich auch: Was soll sich für mich und meine Mieter verändern? Was ist mir wichtig?

Denn am Ende geht es nicht nur um Kilowattstunden, sondern um den Mut, den eigenen Lebensschwenk zu machen.

Mike Hirschberger

Installateur und unternehmerischer Querdenker aus Kaufering, der mit Neugier und Mut neue Wege geht – auch fernab der klassischen Energietechnik. „Ich helfe Eigentümer:innen, die Energiewende nicht nur technisch umzusetzen, sondern als Chance für nachhaltiges Wirtschaften und ein gutes Miteinander zu begreifen.“

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