Bayern: König Ludwig I. und seine Bavaria

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Die Bavaria wurde im Auftrag von König Ludwig I. (1786–1868) in den Jahren 1843 bis 1850 errichtet und steht in baulicher Einheit mit der Ruhmeshalle am Rande der Hangkante oberhalb der Theresienwiese. Sie wurde nach Entwürfen von Ludwig Michael Schwanthaler (1802 – 1848) in der Königlichen Erzgießerei von Ferdinand von Miller (1813 – 1887) gegossen. Sie ist 18,5 Meter hoch und wiegt gut 87 Tonnen. Das Material waren türkische Kanonen (Beute aus den Griechischen Befreiungskrieg im Jahre 1827).

Sie wird eingerahmt von der Ruhmeshalle, die von Leo von Klenze erstellt wurde (1853). In ihr sind Büsten von Persönlichkeiten, die für Bayern großartiges geleistet haben (keine Fürsten – außer Ludwig I., der nachträglich einen Ehrenplatz erhielt.)

Bei ihrer Einweihung brach König Ludwig in Tränen aus. Seine Bayern sollten stolz sein auf sich und ihr Bayernland, sobald sie die Bavaria nur erblicken.

Schon als Kronprinz galt der künftige bayerische König Ludwig I. als ausgesprochener Kunstkenner und -liebhaber. Er war ein Bewunderer und Förderer des Klassizismus, der sich nach seiner Inthronisierung den Traum eines patriotischen Denkmals an strategisch bedeutsamer Stelle, der Theresienwiese, selbst erfüllte. Mit einem imposanten Bauwerk wollte er gleichzeitig seine innere Unabhängigkeit gegenüber Napoleon I. überdeutlich zur Schau stellen.

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Franz Kapsner

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