Visibilität im Unternehmen: Home-Office vs. Sichtbarkeit im Job

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Die Arbeit im Home-Office bietet für Anna – nicht nur pandemiebedingt – viele Vorteile. Spart sie sich doch den Weg zur Arbeit, kann zwischendurch etwas für die geplante Selbständigkeit oder für die Familie einschieben. Für die nächste Stufe der Karriereleiter ist das remote Arbeiten jedoch eher hinderlich, denkt Anna. Ich bin für meine Kollegen und meine Vorgesetzte daheim weniger „visible“ (engl. für erkennbar / sichtbar). In diesem Beitrag wollen wir Anna auf einer gedanklichen Reise begleiten, die ihr neue Erkenntnisse über Visibilität im Unternehmen und der Online-Welt eröffnet. Vermutlich verändert die Reise auch Ihren Blick dafür, wie sich beide Welten voneinander unterscheiden.


Visibilität: „Wer nicht gesehen wird, den gibt es im Unternehmen auch nicht“

Zugegeben, diese Aussage aus dem Volksmund ähnelt einer JA-NEIN-Betrachtung und ist zu unpräzise. Tatsächlich wird gemäß Wikipedia unter Sichtbarkeit „allgemeinen die Erkennbarkeit durch das menschliche Auge“ und damit die visuelle Wahrnehmung verstanden. Das Auge nimmt also optische Reize auf und das Gehirn verarbeitet daraus relevante Informationen, indem es bspw. Objekte mit vorhandenen Erinnerungen abgleicht. Visuelle Wahrnehmung geht demnach weit über das reine Aufnehmen von Information hinaus.

Zusätzlich ist es nicht nur Anna wichtig, wie sie im Arbeitsumfeld oder von der Gesellschaft wahrgenommen wird. Lassen Sie uns daher auch die Form der Sichtbarkeit, also den damit verbundenen Ruf betrachten. Oder wollen Sie um jeden Preis wahrgenommen werden? Im Duden der Rechtschreibung wird der Begriff Ruf u.a. als „Beurteilung bzw. Meinung, die die Allgemeinheit von jemandem hat“ definiert. Damit haben wir ein einheitliches Verständnis über den Kontext von Annas gedanklicher Reise. Anna ist übrigens eine Kundin von mir, die ich beim Aufbau Ihrer Selbständigkeit parallel zum Hauptberuf begleiten darf.

Meine gemeinsame Reise mit Anna besteht aus 4 Episoden. Jede Episode hält wichtige Erkenntnisse für Anna bereit. Sie sind herzlich eingeladen uns über die nächsten Monate zu begleiten und können sogar eigene Erkenntnisse aus Ihrem Leben einzubringen.

  • Episode 1: Bedeutung von Sichtbarkeit im Unternehmen
  • Episode 2: Sichtbarkeit der Website vs. Ruf im Internet
  • Episode 3: Messung und (richtige) Nutzung von Sichtbarkeit
  • Episode 4: 5 Tipps für mehr Sichtbarkeit

Sie möchten eigene Erkenntnisse einbringen? Schreiben Sie diese einfach in das Kommentarfeld unten. Ich freue mich über jeden Begleiter unserer Reise und viele kreative Leserstimmen.

Episode 1: Bedeutung von Sichtbarkeit im Unternehmen

Anna bei der Arbeit im Büro

Ist das Home-Office nun ein Karriere-Killer, oder sind die Bedenken von Anna grundlos? Für die Beantwortung der möchte ich auf eine Jobstudie aus 2019 meines ehem. Arbeitgebers Ernst & Young verweisen. Fast jeder zweite gibt darin an, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in den vergangenen 5 Jahren schwieriger geworden ist. Die anderen 50% befürworten somit das Home-Office, denn es bietet die Möglichkeit, die Aufgaben für Familie und Beruf einfacher zu verbinden.

Ergänzen wir nun noch den Blick eines Vorgesetzten und bringen dessen Anforderungen an den Aufstieg im Unternehmen ein. Demnach sollte Anna folgende 5 Fragen für ihr Unternehmen beantworten:

  1. Berufliches Umfeld: Wie wichtig sind persönliche Beziehungen bei uns?
  2. Ablauf der Beförderung: Wie läuft diese in unserem kleinen/ mittelgroßen Unternehmen ab?
  3. Aufstiegsfaktoren: Was trägt in unserem Unternehmen zum beruflichen Aufstieg bei?
  4. Leistungsbewertung: Wie wird bei uns die Kompetenzen für einen nächsten Karriereschritt bewertet?
  5. Transparenz: Wie früh werden Vakanzen für neue Stellen bekannt gegeben?

Erkenntnis 1: Im Unternehmen von Anna ist die Präsenzkultur fest verankert und damit ein wichtiger Erfolgsbaustein. Auch aus meiner langjährigen Erfahrung als Führungskraft ist damit die treffende Einschätzung:

Du musst für einen Karriereschritt da sein, wo die Musik spielt und präsent sein.

Ach ja, für Anna bedeutet dies einerseits die physische Präsenz im Büro, aber auch im informellen Gespräch direkt ansprechbar zu sein. Dazu zählen das Pausengespräch in der Kaffeeküche, ein spontanes Brainstorming oder einen kreativen Einfall, die Anna unter die Kollegen testet. Auch wenn dies keine offiziellen Meetings sind, wirken diese persönlichen Interaktionen in vielen Bereichen unterschwellig und unterstreichen Annas Visibilität im Unternehmen.

Jan Czichos

Online Marketing Coach und Erfinder des Sharing-Systems für Suchmaschinenoptimierung (SEO). „Mein Online Dienst hilft Einzelunternehmern dabei, Ihre Dienstleistungen als Gruppe bekannt zu machen – effizient und kostenoptimiert“

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Bildnachweis(e)

Visibilität im Unternehmen: Anna mit Kollegen im Meeting Raum
Foto: Jason Goodman (Unsplash)

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